SHAPTH kurz erklärt: der neue Standard für Trinkwasserdaten und der diaLIMS SHAPTH Service

Der aktuelle Stand im diaLIMS
Der diaLIMS SHAPTH Service ist fertig entwickelt. Die Auslieferung an unsere Kunden beginnt im November 2026, rechtzeitig vor dem SHAPTH-Start am 01.01.2027. Der Service wird als Mietservice betrieben. Das bringt Ihnen:
- kontinuierliche Aktualisierungen
- schnelle Anpassungen an regulatorische Änderungen
- eine zentrale, konsistente Verwaltung des Gesamtsystems
Warum der Datenaustausch bei Trinkwasseranalysen unverzichtbar ist
Trinkwasseranalysen sind ein essenzieller Bestandteil des Gesundheitsschutzes und werden durch die Trinkwasserverordnung gesetzlich vorgeschrieben. Gesundheitsämter überwachen die Trinkwasserqualität, indem sie die Laborergebnisse auswerten. Damit diese Prozesse reibungslos laufen, ist ein effizienter Datenaustausch zwischen Laboren und Behörden notwendig.
Bisher war dieser Datenaustausch Ländersache, was zu einer Vielzahl unterschiedlicher Standards führte. Labore mussten mehrere Schnittstellen wie SEBAM (Sachsen), TEIS (Thüringen) und OctoWare gleichzeitig bedienen. Das bedeutete zusätzlichen Aufwand, eine erschwerte Stammdatenpflege und das Risiko von Übertragungsfehlern.
Was ist SHAPTH?
SHAPTH steht für „Schnittstellenharmonisierung und Austauschplattform Trinkwasserhygiene“ und führt einen deutschlandweiten Standard für den Datenaustausch bei Trinkwasseranalysen ein. Die wichtigsten technischen Details:
- Datenmodell „XWasser“: SHAPTH basiert auf dem Datenstandard XWasser, der auf dem behördlichen Standard XÖV aufbaut. Das sorgt für eine einheitliche Struktur.
- REST-API für die Datenübertragung: Der bisherige Austausch per Datei (z. B. per E-Mail) wird durch REST-APIs ersetzt. Die Systeme kommunizieren direkt miteinander, der administrative Aufwand sinkt.
- Datenformate: SHAPTH unterstützt standardisierte, maschinenlesbare XML- und JSON-Formate.
- Authentifizierung und Sicherheit: Der Zugriff auf die Schnittstelle erfolgt über OAuth 2.0 und JSON Web Tokens (JWT), zwei etablierte Industriestandards.
- Regelmäßige Updates: SHAPTH wird nach einem festen Release-Plan aktualisiert, um neuen Anforderungen und gesetzlichen Änderungen gerecht zu werden.
Die Vorteile des neuen Standards
- Einheitliche Parameter: Labore pflegen ihre Stammdaten nur noch einmal.
- Schneller Datenaustausch: Über die REST-API werden Daten schneller und sicherer übermittelt.
- Zukunftssicherheit: Durch regelmäßige Aktualisierungen bleibt SHAPTH rechtlich und technisch auf dem neuesten Stand.
- Sicherheit und Compliance: Etablierte Standards bei Authentifizierung und Autorisierung schützen die sensiblen Daten.
Versionen und Übergangsphasen von XWasser
Die Versionierung von XWasser folgt dem XÖV-Releasestandard:
- halbjährliche Releases
- Bereitstellung sechs Monate vor Gültigkeit
- gültig sind stets die letzten beiden XWasser-Versionen
Informationen zu den Releases veröffentlicht das SHAPTH-Projekt auf seiner Projektseite www.shapth.info.
Nutzerverwaltung und Zugänge
Betreiber und Labore können beliebig viele Nutzer direkt im SHAPTH-System anlegen. Ein eigenes Benutzerkonto benötigen nur Personen, die die SHAPTH-Weboberfläche nutzen. Wer ausschließlich per API übermittelt, braucht kein SHAPTH-Benutzerkonto.
Datenschutz und Datenschutz-Folgenabschätzung
Im Rahmen der Datenschutzkonzeption wurde eine Schwellwertanalyse durchgeführt. Ergebnis: Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) ist nicht erforderlich, da nur in geringem Umfang personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Empfehlung: Prüfen Sie lokale, institutionsspezifische Risiken, um im Einzelfall über eine mögliche DSFA zu entscheiden.
Mapping-Datei
Für alle, die tiefer in die Struktur von SHAPTH einsteigen möchten, gibt es eine Excel-Datei mit den vollständigen Mappings. Sie erhalten sie auf Anfrage bei uns.
Sie haben noch Fragen?
Sind noch Fragen offen oder benötigen Sie weitere Unterlagen? Sprechen Sie uns an, wir beantworten Ihre Fragen gerne individuell.



